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Ihr kennt das? Dieses ständige Summen im Ohr, das einem etwas einzusäuseln versucht? „Kauf mich! – 350€ sind doch für Stiefel nicht zu teuer“ „Hey, deine andere blaue Winterjacke würde sich über einen Farbgenossen wirklich freuen, wir könnten ja fast Brüder sein“ „Koch mich! Ich bin auch gar nicht solo schwierig wie sich meine Beschreibung anhört“ „Hey! Lass mich noch für 4 Stunden im Ofen! Mir doch egal ob du schon Hunger hast“
So oder so ähnlich spielt sich das im Haus und Hirn Tausendschön ab. Ganz besonders schlimm war dieses Fiepen im Ohr als ich letze Woche beim Metzger meines Vertrauens an der Theke stand. „Kauf mich, koch mich und verschling mich!“ Upppps, das hört sich jetzt eher nach eine, 0190er-Pfeifen im Ohr an ;-)
Ich wurde schwach, ganz schwach, die Widerstandskräfte des gesunden Menschenverstandes haben sich vom Acker gemacht und ich habe 1kg!!!! leckersten abgehangenen Rinderbug gekauft, wohlgemerkt ohne zu wissen was ich damit machen wollte noch dass wir irgendwelche Gäste zum Essen erwartet hätten. Kruzifix! Diese Stimmen…
Also da stand ich nun.. ganz allein in meiner Küche, mit einem Stück rohem dunkelroten Fleisch, ein paar Maronen, die sozusagen völlig lautlos in meinem Korb gewandert sind und ein paar Gewürzen, die ich netterweise von der Firma Scheid-Gewürzkontor zum Ausprobieren zugeschickt bekommen habe. „Erstmal ne Flasche Wein aufmachen, Frau Tausendschön. Da kommen dir doch sonst immer die besten Ideen!“, murmelte diese Stimme schon wieder.
OK – Wein offen, Rindfleisch, Suppengemüse und Maronen vor mir, da geht doch was, oder? Wie es mir mein Papa beigebracht hat, habe ich mir mal alles auf einen Haufen gelegt, was sonst noch dazu passen könnte. Check! Der Haufen sah gut aus, jetzt müsste es nur noch klappen.

Zimt, Wacholder und Piment schreien ja schon förmlich nach einem Schmorgericht, oder? Also los!

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Zutaten

Für das Fleisch

Für das Karottenpüree

  • 1 Bund Karotten
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 1 EL Zucker
  • 2 EL Butter
  • 100 ml Sahne
  • 1 TL Estragon

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Zubereitung

Die Maronen kreuzweise einritzen und im Backofen auf einem Blech rösten. Herausnehmen, etwas abkühlen lassen und dann schälen und in Hälften schneiden.Den Rinderbug waschen und gut abtrocknen. In ca. daumengroße Stücke schneiden und zur Seite stellen. Das Suppengrün waschen, schälen und ebenso in daumengroße Stück zerteilen. In einem großen Bräter etwas Öl erhitzen und das Fleisch portionsweise darin anbraten, so dass es von allen Seiten braun ist und sich Röstaromen bilden. Das Fleisch auf einen Teller geben und das gehackte Suppengrün in den Topf geben und ebenfalls anrösten. Den Zucker und die Gewürze dazugeben bis alles leicht karamellisiert , dann das Tomatenmark einrühren. Alles mit etwas Rotwein ablöschen (ca. 1/2 Glas und fest umrühren so dass sie alles vom Topfboden löst. Nun das Fleisch wieder zurück in den Topf geben und den restlichen Rotwein, den Rinderfond und das Bouquet Garni dazugeben, Den Bräter mit einem Deckel verschliessen und alles in den Backofen geben. Bei ca. 90C. Und jetzt heißt es warten, denn das ganze bleibt für ca. 7 Stunden im Backofen.  Die Pilze säubern. Nach ca. 6 Stunden können diese beide Zutaten zum Fleisch gegeben werden. Immer mal wieder den Garpunkt des Fleisches prüfen -es sollte weich sein und auf der Gabel zerfallen.
Die Karotten schälen und in Stücke schneiden. Mit etwas Butter und dem Zucker in einen Topf geben und erhitzen bis sich der Zucker auflöst. Nun etwas Wasser hinzugeben und weich kochen. Die Karottenstücke, die Butter und die Sahne in einen Blender geben und pürieren. Mit Salz und Pfeffer und etwas Estragon abschmecken.
Das Püree auf den Tellern verteilen, das Boef darauf geben und mit etwas Thymian garnieren.

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*Die Gewürze für dieses wunderbare Rezept wurden mir freundlicherweise von der Fa. Scheid zur Verfügung gestellt.

1 Kommentar
  1. Isa sagte:

    Ließt sich schonmal sehr lecker …. Werde ich testen …. Bei uns gibt es dann süsskartoffel Kürbis stampf dazu …. Ist gerade meine große Geschmacksliebe ❤️

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