Murgh Makhani

Es gibt Momente im Leben, da kann man einfach nur staunen. Bei Herrn Tausendschön passiert mir das laufend (wenn auch nicht immer im richtig guten Sinne).

Aber dieses Mal hat er mich sehr positiv überrascht und zum Staunen gebracht. Als ich so nebenbei erwähnte, dass ich mir gerne mal wieder etwas tolles Indisches zum Essen wünschte war er sofort Feuer und Flamme. Hallo?! Wir sprechen von dem Herrn Tausendschön der 6 x die Woche Fleischküchle essen könnte und am 7. Tag eine Lasagne. Das war das Staunen Nummer 1, allerdings noch etwas unsicher, da ich da eine Nachtigall hörte, die in Holzbotten einen Stepptanz auf dem Parkett hinlegt.

Aber, trotz all meiner Unsicherheit, es kamen von ihm nur konstruktive Vorschläge (Hühner Curry, Curry rot, Curry grün, extra scharfes Hühnercurry, Masala, Tandoori usw.), kein leises Nachfragen nach neuen Elektrogeräten die „Mann“ so braucht.

Tja, das war dann Staunen Nummer 2, er meinte es ernst. Warum? Eigentlich ganz einfach. Herr Tausendschön liebt die indische Küche sehr, allerdings nicht so gerne so scharf. Ich liebe sie auch, wenn auch gerne etwas schärfer. Aber all diese tollen Aromen, diese einzigartigen Gewürze, die in der indischen Küche verwendet werden, gehören einfach auf unseren möglichst ausgewogenen Speiseplan.

Einen Schärfe – Kompromiss haben wir aber auch sehr schnell gefunden. Es gab das unfassbar leckere tausendschöne

Indian Butter Chicken

Diese einfache Gericht zeichnet sich dadurch aus, dass es zwar nach viel Butter klingt, wir aber kaum welche dafür verwenden. Durch das Einlegen hat es diese samtene Struktur die mit dem angerösteten Cashews so toll harmoniert.

Neben Reis servieren wir immer noch leckeres Naan Brot dazu. Das passt ganz hervorragend zum dippen in der herrlichen Soße und außerdem könnte Herr Tausendschön Naan Brot so oft essen wie Fleischküchle.

Erstaunlich – wobei ich jetzt natürlich sagen muss, dass dieses Rezept wahrscheinlich nicht allzuviel mit DER authentischen indischen Zubereitungsweise zu tun hat, was zum einen am Mangel an richtig authentischen Gewürzen liegt und an der Zeit, die ich dieses Mal in der Küche verbringen wollte. Es ist unsere Schnellversion, wenn wir uns eben mal nach Mumbai oder sonstwohin schlemmen wollen.

Indian Butter Chicken

Zutaten

  • 600 g Hühnerbrust
  • 4 Paprika (rot und gelb)
  • 2 Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 100 g Cashewkerne
  • 200 ml Schlagsahne
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 1 Zitrone
  • 1/2 Bund Minze
  • 1/2 Bund Koriander
  • 250 g Basmatireis
  • Tandoorigewürz, Garam Masala, Paprika edelsüß, Salz, Pfeffer

Naanbrot

  • 250 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 100 ml Milch
  • 100 g Vollmilchjoghurt
  • Salz, Zucker

Anleitungen

  • Hühnchen trocken tupfen, mit 2 EL Tandoorigewürz, 1 TL Garam Masala, 1 TL Paprika, Salz und Pfeffer mischen. Beiseite stellen und etwas ziehen lassen. Währenddessen Paprika waschen und in grobe Stücke schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken.
  • Butter in einem großen Topf erhitzen. Fleisch darin scharf anbraten und wieder herausnehmen. Im Bratfett die Paprika, Zwiebel und Knoblauch und die Hälfte der Cashewnüsse andünsten. Hühnchen zugeben und alles mit Gemüsebrühe, Sahne und ausgepresstem Zitronensaft ablöschen. Nach Geschmack mit Garam Masala, Salz, Pfeffer und Paprika würzen. Einkochen.
  • Mehl, 1 EL Zucker, 1 TL Salz und Backpulver vermengen. Joghurt und Milch zugeben und mit einem Knethaken verrühren. Aus dem Teig 6 Kugeln formen. Wasser in einem Topf erhitzen und Reis nach Packungsanleitung garen.
  • Die Teigkugeln auf einer bemehlten Arbeitsplatte oval ausrollen. In einer heißen Pfanne nacheinander von jeder Seite goldbraun backen.Die restlichen Cashewkerne in der heißen Pfanne anrösten. Minze und Koriander waschen und fein hacken. Das Hühnchen mit Reis und Brot anrichten und mit Kräutern und Cashewkernen bestreuen. Heiß servieren.