Wir haben unsere Urlaubspläne für diesen Sommer nun zu geköpften Nägeln gemacht. Nachdem wir gedanklich die letzten Wochen ziemlich wir zwischen Dänemark (mal wieder), Irland, Südfrankreich, Ferienhäuschen oder doch lieber Städtetrip hinundher geirrt sind, ist es nun fix. Es geht nach Bella Italia, mit dem Auto in die Toscana und dort auch wild hinundher. Einige Stationen sind schon gebucht, den Rest lassen wir einfach auf uns zu kommen.
Toscana.. einfach schön. Ich war dort schonmal vor Urzeiten mit meinen Eltern und habe einen grandiosen Urlaub verbracht (NEIN, ich beantworte nicht wann es war – ich war zumindest in der Lage mit eigenen Worten ein Eis zu bestellen)
Wir hatten es damals genauso gemacht- viel herumgefahren und ein paar Tage in einem (meine Eltern nennen es heute Absteige) damals sehr romantisch schönen Hotel verbracht. Ich kann mich an nicht mehr viel erinnern, an die Hitze und die Menschenmassen in Pisa vor dem Turm, an die netten Kellner im Hotel, mit denen ich nachher noch lange hinundherschrieb und an eins ganz besonders.. Kann es sein,dass ich schon immer ein wenig „essensorientiert“ war? An die Männer, die mit einem Bauchladen am Strand vorbeizogen und quer über die ganzen Handtücher hinweg schrien „BOMBOLONI“ Ich habe sie geliebt -also die frittierten Dinger ! Aber wenn ich heute an die Kalorien dieser kleinen Knallerdinger denke, wird es mir doch ein wenig bomboloni-stisch ums Herz!
Zutaten (für ca. 30 Stück)
1/2 Päckchen Trockenhefe
120 ml  lauwarmeMilch
300 g Mehl
2 TL Salz
80 g weiche Butter
120 g Zucker
2 Eier
1/2 Liter Pflanzenöl zum Frittieren
Zubereitung
Die lauwarme Milch in eine Schüssel geben. Die Hefe und 100g Mehl dazugeben und alles verrühren. Abgedeckt ca. 1 Stunde stehen lassen bis sich Bläschen bilden. Nun das restliche Mehl in eine große Rührschüssel geben, die Hefemilch dazugeben. Die Butter, den Zucker, Salz und Eier ebenfalls hinzugeben und alles miteinander verrühren. Nicht erschrecken, der Teig ist ziemlich weich. Diesen wiederum ca. 1-1,5 Stunden abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Aus der Schüssel nehmen und auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, mit Mehl bestreuen und nochmals gut durchkneten. Ausrollen und mit einem Keksausstecher oder Glas oder Servierring kleine runde Kreise ausstechen. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und nochmals gehen lassen. In der Zwischenzeit das Öl erhitzen ( es hat die richtige Temperatur, wenn beim Hineinhalten eines Holzstäbchens kleine Bläschen aufsteigen). Die Teigrohlinge in das heisse Öl geben und goldbraun ausfrittieren (bei mir waren es 5-6 Frittiergänge), herausnehmen und auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen.
In etwas normalem Zucker wälzen und lauwarm geniessen!

PS: Ein besonderer Dank geht heute an meine liebe Nachbarin Uli, die mir Ihre Hände zur Verfügung gestellt hat… dafür aber auch mit Bombolooooooooonis entlohnt wurde :-)

6 Kommentare
  1. Raspberrysue sagte:

    Liebe Tina, das wird bestimmt ein traumhafter Urlaub! Ich wünsche euch schon mal ganz viel Spaß und Entspannung. Das Gebäck kenne ich zwar noch nicht, aber es sieht aus wie Berliner ohne Marmeladenfüllung. Da ich immer um die Füllung herum knabbere, ist das genau mein Ding :D Sehr schöne Fotos! Liebe Grüße, Carina

  2. Monika Thiede sagte:

    Hach…die Toskana…wir fahren diesen Sommer auch dorthin. Ich freue mich schon wie verrückt, weil ich vor etwa 10 Jahren das letzte Mal dort war, aber Bomboloni kenne ich noch gar nicht. Lecker!! Werde auf jede Fall die Augen und Ohren aufhalten, nach diesem bombastischen Gebäck….nomnom. Ganz liebe Grüße <3

  3. Salvia von Liebstöckelschuh sagte:

    Bombolooooni gehören zu meinen frühkindlichen Prägungen. Meine Eltern sind damals immer mit ihren Kindern – also mit mir und meiner Schwester :-) – an die italienische Adria gedüst. Den St. Gotthard Pass haben wir immer vomittierenderweise überwunden und in Italien am Strand wurden wir dann mit Bomboloni für die Strapazen belohnt. Seither habe ich nie wieder so leckere mit Vanillecreme gefüllte Teilchen gegessen. Auch neulich nicht, als ich sie in einem Anflug von Nostalgie auf einem italienischen Markt in Stuttgart gekauft habe. Kein Vergleich zu den Bombolonis von damals!
    Liebe Grüße
    Salvia von Liebstöckelschuh

  4. Paulina sagte:

    Mmhmmmhmm Bomboloni! Soo unglaublich lecker und deine sehen fantastisch aus! Da will man direkt reinbeißen. SIe erinnern mich direkt an den alljährlichen Sommerurlaub in der Toskana :) Jeden Tag gab es die süßen Dinger für mich und meine Schwester zum Frühstück! Eine Woche pures Schlemmen. Viel Spaß im Italienurlaub und viel gutes Essen! Liebe Grüße :) Paulina aus der Villa Kuntabunt

  5. Tony sagte:

    Leider sind die gerade eben überhaupt nichts geworden bei mir :(.. Der Teig war nach dem Gehen noch immer sehr weich und lies sich kaum mit der Hand greifen. Deshalb habe ich dann Mehl hinzugefügt, damit er etwas griffiger wird. Beim Frittieren sind sie leider sehr platt geworden bzw. sind eben nicht aufgegangen und haben mich eher an frittierte Butterkekste erinnert… Was habe ich denn falsch gemacht?

    • Tina sagte:

      Puhhhhh, wenn ich dir das sagen könnte:-( Das tut mir natürlich leid.. bei mir hat es so gut geklappt!

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