Italienischer Klassiker - Arancini

Ich hatte ja bereits berichtet, dass es eine tausendschöne Kochsession mit meinem Papili und mir gegeben hat.

Herr Tausendschön war sehr gespannt darauf, wer das Kommando übernehmen würde und wie die Zusammenarbeit bei zwei Küchen – Alphatieren funktioniert. Er bot sich vorsorglich als Mediator, Vermittler oder auch Ringrichter an.

Um es kurz zu machen, es passte perfekt und harmonierte dermaßen gut, dass wir bereits die nächste gemeinsame Runde planen. Herr Tausendschön war also arbeitslos und verlor an diesem Tag so manche Wette auf Dinge wie „Das wird nix. Gegenseitige Degradierung funktioniert nicht. Ob das man gut geht? Vergesst nie, dass ihr Euch lieb habt…usw. usw.“.

Und so kam es, dass wir uns zwar an unseren entworfenen Essensplan hielten, aber auch immer wieder gemeinsam Dinge ausprobierten, kreativ waren und viel viel Spaß hatten.

Die Aufgaben verteilten sich nahezu von alleine. Wobei Papi Tausendschön schon gerne mal „heimlich und unbemerkt“ einen Hangriff mehr machte. Wir haben abgeschmeckt, Reis und Ragu gekocht und wieder abgeschmeckt. Geschnippelt und gewürzt. Da wir in der Küche von Papi gekocht haben, saß auch bei mir jeder Handgriff, denn in dieser Küche bin ich groß geworden und habe hier Kochen gelernt. Hach, ich könnte schon wieder…

Danke Papi!

Eines der herrlichen Gerichte, das wir an diesem tollen Tag zusammen gekocht haben war der italienische Klassiker für die Resteverwertung von übriggebliebenes Risotto: 

Arancini

Diese unheimlich leckeren (italienisch für „kleine Orangen“) frittierten und gefüllten Reisbällchen stammen (mal wieder) aus Sizilien. Sie werden wahlweise mit grob oder fein gehacktem Fleisch, Erbsen, Pancetta, Tomaten und Zwiebeln gefüllt. Aber das sind nur einige von vielen Varianten.

Wir haben uns für unsere tausendschönen 

Arancini mit Ragu Füllung

entschieden. Ihr erratet bestimmt, welchen italienischen Klassiker es aus Papis Tausendschöns Küche demnächst auch hier gibt, oder?

Sie waren unfassbar lecker. Außen schön knusprig frittiert und Innen mit diesem herzhaften Ragu gefüllt. Herr Tausendschön hat sicherlich direkt mal einen neuen Europarekord aufgestellt im Verspeisen dieser herrlichen „Bällchen“. Er findet jetzt auch, dass wir toll miteinander kochen können. Aber ganz ehrlich, wer hätte daran gezweifelt.

Wir haben ja schließlich schon mehrfach unter Beweis gestellt, dass wir das können. Hier mit „Papis Lamm Tajine“ oder hier eins eurer Lieblingsrezepte auf dem Blog „Strangolapreti“. Ihr könnt aber sicher sein, dass die „Rezeptsammlung von Papi Tausendschön“ hier in Zukunft bestimmt noch umfangreicher wird.

Arancini mit Ragu Füllung

Portionen: 4 Personen

Zutaten

  • 400 g Risotto Reis (Carnaroli oder Vialone)
  • 1 kleine Zwiebel
  • 50 g Butter
  • 2 Messerspitzen Safran
  • 125 ml trockener Weißwein
  • 2,5 l Hühnerbrühe
  • 75 g Butter
  • 100 g fein geriebenen Parmesan

4-5 Esslöffel Ragu/Bolognese (nicht zu flüssig) + evtl. 1-2 EL Erbsen

    Außerdem

    • 1 verquirltes Ei
    • Mehl zum Panieren
    • Semmelbrösel zum Panieren
    • Salz & Pfeffer
    • 50 g Scamorza bzw. Caciocavallo in Stücken alternativ ein festerer Mozarella
    • 1-2 l Pflanzenöl zum Frittieren

    Anleitungen

    • Zwiebel fein würfeln und in 50 g Butter in einem ausreichend großen Topf anschwitzen. Reis zugeben und ebenfalls etwas anschwitzen. Mit dem Weißwein ablöschen und ca. 2-3 Minuten köcheln lassen, bis der Wein etwas verkocht ist. Hühnerbrühe mit dem Schöpflöffel schrittweise zugeben, bis der Reis knapp bedeckt ist. Immer wieder nachgießen und rühren.
    • Der Reis sollte nie zu trocken werden. Sobald der Reis bissfest ist, den Safran unterrühren und die restliche Butter und den Parmesan unterrühren. Alles vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Am besten macht man das Risotto am Tag vorher bzw. nimmt die Reste vom Risotto Essen vom Vortag :-) Wie beim Ragu oder der Bolognese.
    • Aus dem abgekühlten Risotto mit feuchten Händen kleine flache"Bälle bzw. Knödel" formen. Dabei 2TL Ragu +ein Stück Scamorza in die Mitte geben und die Knödel gut verschliessen. Es sollte rundherum eine gleichmäßige Risottohülle sein.
    • Die Arancini zuerst in Eigelb, dann in Mehl und danach nochmals in Eigelb wälzen und anschliessend in den Semmelbröseln panieren.
    • Portionsweise in dem heißen Pflanzenöl (es ist heiß genug, wenn beim Hineinhalten des Holzstiels des Kochlöffels Bläschen hochsteigen). Herausnehmen und etwas auf Küchenpapier abtropfen lassen. Genießen!

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