Ja, ich weiß… ich bin einen Tag zu spät dran. Aber so passiert es eben, wenn man wie wild zwischen Küche (bekannterweise mein Lieblingsort), Bügelwäsche (falls es jemand noch nicht wissen sollte – mein persönliches Armageddon) und Dauerfussballbeschallung (ja, ich bin bekennender Fussballfan, nicht nur zur WM – Zeit, sondern auch zu jeder sonstiger möglichen und unmöglichen Zeit), hin und herkreiselt und somit DEN Tag aller deutscher Johannis(beer)-Liebhaber verpennt! Seit gestern ist also die Uhr von Spargel und Rhabarber abgelaufen, dafür gibt es jetzt, zumindest lt. Wikipedia, wohl Schwärme von Glühwürmchen (ich hab schon seit Jahren keine mehr gesehen, Ihr?), unreife Walnüsse, die gepflückt werden können, irgendso ein Johanniskraut blüht (das ist das zur Entspannung, oder? – also das Richtige wenn ich wieder Bügelaggro habe – s.o.) und nun das Allerwichtigste – die deutschen Johannisbeeren sind reif!

 Wer mir auf Instagram folgt, hat dieses Bild hier sicherlich erkannt, oder?? Mein Schätzchen vom Trödler – also die blaue Guglhupf -Form – will sich derzeit permanent in jedes Bild drücken. Schlimm, oder?? Oder besser schlimmschön, oder?

Als Deko macht sie sich ganz gut, aber gebacken haben ich tatsächlich in der kleineren Ausführung… einer Miniguglform von Kaiser, Mama in blau passt eben dann nur auf und ist Deko :-)
Zutaten (für 12 Minigugl – es sind nicht die ganz kleinen Guglgugl)
250 g Johanisbeeren
100 g Butter
abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
2 Eier
150 g Zucker
225 ml Milch
3 EL Mohn ( ich habe diese Mohnmischung aus der Tüte genommen – keinen frischen Mohn, den ich mahlen muss)
300 g Mehl
2 TL Backpulver 
2 Eiweiß
100 g Zucker
Zubereitung:
Johannisbeeren waschen und von den Stielen zupfen. Abtrocknen lassen. Die Butter in der Mikrowelle oder in einem kleinen Töpfchen auf dem Herd zergehen lassen und die Zitronenschale unterrühren. Die Guglform gut einfetten und den Backofen auf 200 C vorheizen. Eier und Zucker mit dem Handrührer oder der Küchenmaschine auf höchster Stufe schaumig schlagen. Die Buttermischung, Milch und Mohn unterrühren. Anschließend das Mehl mit dem Backpulver mischen und über die Ei-Zuckermasse sieben. Alles ziemlich fix auf höchster Stufe zu einem glatten Teig verrühren. Die Johannisbeeren unterheben und den Teig gleichmäßig in die Guglformen einfüllen. Im vorgeheizten Ofen ca. 20 Minuten backen.
Die Gugls aus dem Backofen nehmen und abkühlen lassen. Dann aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. In der Zwischenzeit die beiden Eiweiß zu Eischnee schlagen und sobald die Masse weiß und schaumig wird, den Zucker einrieseln lassen. Solange weiterschlagen bis eine weiße, feste und glänzende Masse entstanden ist. Die Masse in einen Spritzbeutel füllen und auf eine Haube auf die Gugl spritzen. Diese entweder mit dem Minibunsenbrenner oder ganz kurz unter dem Grill im Backofen bräunen. Mit Johannisbeeren garnieren. Fertig!
 * Das Rezept ist eigentlich für Mohnjohannisbeer – Muffins aus der aktuellen Sweet Dreams – isch hab halt mal ein bißchen dran rum gebastelt :-)

14 Kommentare
  1. Corinne von Coco's Cute Corner sagte:

    Oh, das sieht toll aus und ich liebe Johannisbeeren. Diese schöne Säure echt lecker. Als Kind hatten wir einen Strauch im Garten und da hab ich immer freiwillig die Beeren gepflückt. Die Hälfte landere natürlich in meinem Mund. :-)

    Alles Liebe,
    Corinne

  2. Olga sagte:

    Hach, ich liebe einfach deine Bilder, die sind so zum Verlieben schön <3 Ich kann verstehen, dass sich die neue Guglform überall aufs Bild mogelt, ist sie doch sooo schön!
    Mir geht es übrigens in den letzten Tagen auch so und mein Tag müsste eigentlich mindestens 30 Stunden haben. Das ganze Obst, vor allem der Kirsch-Hurrikan muss irgendwie noch weg :-)
    liebste Grüße
    Olga

  3. Kimi Mini sagte:

    Wieder was du gelernt… denn ich wusste garnicht, dass das der Startschuss für reife Johannesbeeren ist :-)
    Und jaaaa, deine Guglhupfform kenn ich schon und ist soooo herzallerliebst.
    Die kleinen sowieso <3
    Liebste Grüße,
    Kimi

  4. Theresa sagte:

    ach, wie herrlich, die Johannisbeer-Zeit hat begonnen! Glühwürmchen hin oder her (wenn ich eines wär, würde ich mich bei dem Dauerregen auch nicht zeigen…), das wird einfach großartig! Ich hoffe, die Sonne kommt bald zurück, damit die Beerchen herrlich erröten und uns verwöhnen können. Deine Gugl werden auf jeden Fall vorgemerkt, denn du ahnst es bestimmt – kommt Baiser ins Spiel kann ich schwer nein sagen ;) Vielen Dank für die Inspiration und liebste Grüße in den Süden!

  5. Tonkabohne Sabine sagte:

    Liebe Tina,
    Ein echtes Schätzchen die blaue Gugel Form :-)
    Deine Bilder sind wieder wunderschön und das Rezept sowas von Klasse…
    Herzliche Grüsse,
    Sabine

  6. Zuckerguss sagte:

    Hallo liebe Tina,

    genau dieses Rezept hab ich diese Woche auch, ein bisschen umgewandelt, nachgebacken.
    Sehrsehr lecker!

    Aber deine Idee hört sich auch sehr gut an. Gott sei Dank ist der Johannisbeerstrauch ja noch brechend voll :-)
    Pur mag ich die kleinen Dinger nicht ganz so gerne, aber die Säure verpackt in einen fluffigen Teig – mhmmmm :-)

    Vll gefällt dir meine Version ja auch – habs gerade eben verbloggt!

    Liebe Grüße,
    Marina

  7. Heidemarie Hamsa sagte:

    Hallo Tina,
    der Rundgang durch dein Haus war sehr schön ;-)
    Unsere Jahannisbeeren habe ich schon ein Teil in Marmelade verwandelt …yummi yummi…
    dein Rezept werde ich auf jedenfall ausprobieren …ich liebe Mohn und die Kombi mit Johannisbeeren hört und sieht sich lecker an !!!
    LG Heidi

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