Ich habe heute keine kleine Geschichte für Euch, keine Anekdote und keinen Schwank aus meinem Leben. Ich erzähle heute nichts von Herrn Tausendschöns Essgewohnheiten und auch kein Loblied auf meinen Gemüsehöker. Mir ist heute irgendwie anderes! Ich bin ein wenig…… sentimental!
Jesses Marie.. was hat sie denn heute? PMS? Oder gar das erste graue Haar entdeckt?
Nein, ganz und garnicht – ich bin nicht traurig sentimental sondern glücklich – einfach nur glücklich!
Glücklich darüber, dass ich vor ein paar Jahren ganz allein für mich beschlossen habe, meinen kleinen Blog zu starten. Glücklich darüber, dass ich, mit einigen wenigen Ausnahmen, nur gute Erfahrungen damit gemacht habe. Sehr glücklich darüber, dass ich soviele wundervolle Menschen durch die Bloggerei getroffen habe und unheimlich glücklich und dankbar für das tolle Feedback, das ich von Euch bekomme.
Klar, ich glaube jeder Blogger kennt es, das Gefühl, die Zeit rennt einem davon, den Druck, den man sich selbst auferlegt alles so perfekt wie möglich zu inszenieren und zu machen, den Stress, wenn man wie ich nach einem Jahr „Nur-Bloggerei“ auch noch „nebenher“ berufstätig ist und doch mal noch eben den Post fertigschreiben muss… aber… und das meine ich jetzt völlig ernst und völlig ohne Pathos.. ich brauche das! Herr Tausendschön sitzt jetzt grade neben mir und rollt mit den Augen, ja ne, is klar… ihm wäre natürlich eine ungestresste, nicht unter Zeitdruck stehende aber trotzdem zufriedene Frau lieber, aber wer kann schon alles haben im Leben.
Und weil ich eben doch zufrieden bin und glücklich und stolz und ..und… und.. wollte ich einfach mal Danke sagen! Danke an meine Eltern, die, auch wenn sie es nicht wirklich zugeben wollen, am Anfang der ganzen Sache skeptisch gegenüber standen und die jetzt mit solchen Sätzen wie “ Kind, wir möchten gerne im Flur die alten Bilder auswechseln, druckst du uns ein paar von deinen Fotos aus, damit wir sie aufhängen können“ ihres Kindes Brust sooooo stolzschwellen lassen! Meinen allerliebsten Herrn Tausendschön, der einfach alles und alles in meinem Leben ist und der mich bestärkt und bremst und lobt und kritisiert und damit alles richtig macht!
Meinen Freunden, die Mittwochs morgens um 9.00 schonmal einen SMS schreiben, wenn der Post noch nicht veröffentlicht ist und fragen, ob alles ok ist und geduldig mit mir die Lob-und Hasslieder aufs Bloggen durchkauen.
Und vorallem Euch möchte ich danken, dass ihr, auch manchmal gefühlsduselige Zeilen lest, euch die Zeit nehmt und mich wahrnehmt, dass ihr euch mit mir freut und manchmal auch mir mir ärgert. DANKE!
Und bevor ich jetzt…. gibt es doch ein Stückchen Kuchen! :-) Und zwar einen kernigen, süssen, saftigen und fast gesunden Kuchen. Setzt euch, nehmt euch ein Stückchen, freut euch mit mir. Aber… esst mir um Himmelswillen nicht den ganzen Kuchen weg! :-)
 
Zutaten (für eine kleine Kastenform)
125 g brauner Vollrohrzucker
100 g Dinkelmehl
75 g gemahlene Haselnüsse
1 1/2 TL Backpulver
Prise Salz
140 g Butter (flüssig und braun)
1 Vanilleschote
2 Eier
300 g Johannisbeeren
50 g ganze Haselnüsse
50 g Haselnüsse geraspelt
Zubereitung:
Die Butter in einer kleinen Pfanne erhitzen und solange „köcheln“ lassen bis sich die Molke am Boden braun färbt und die Butter einen nussigen Geschmack annimmt. Durch ein Sieb gießen und abkühlen lassen.
Den Backofen auf 175C vorheizen.
Die festen Zutaten (Mehl, gemahlene Haselnüsse, Backpulver und Salz) vermischen.
In einer Rührschüssel den Rohrzucker und die Eier schaumig schlagen. Die Vanilleschote halbieren und das Mark zur Eimasse geben. Nun die erkaltete Butter vorsichtig dazugeben und nochmals kurz durchrühren.
Die ganzen Haselnüsse einmal halbieren und dazugeben ebenso ca. 275 g der Johannisbeeren. Alles einmal kurz vermischen und in eine gefettete kleine Kastenform geben. Die geraspelten Haselnüsse und die restlichen Johannisbeeren darüber geben und ab in den Ofen. Ca. 35-40 Minuten backen, bis am Stäbchen nichts mehr hängen bleibt :-)
PS: Die wunderbare Platte, die Teller und die Schüssel findet Ihr übrigens bei broste copenhagen, vielen Dank, dass ich all dies für mein Shooting zur Verfügung gestellt bekommen habe!

5 Kommentare
  1. Irena Steinjan sagte:

    Liebe Tina,

    ich bin als Blogger noch Anfänger aber kann das alles sehr gut nachvollziehen. Finde dein Blog super und wenn ich zweit Tage kein neues Bild von dir sehen, denke ich – wie deine Freunde – iregnd etwas stimmt nicht. Es macht Spass deine Rezepte nachzukochen und deine tolle Bilder anzuschauen.

    Der Kuchen sieht wieder ganz toll aus!
    LG
    Irena

  2. Tanja Foodistas sagte:

    Toll deine gefühlsduseligen Zeilen, sie machen dich so sympathisch und das gefällt mir.
    Auf deinen Blog, deine Rezepte und diese einfach traumhaften Bilder kannst du wirklich stolz sein. Mach bitte genauso weiter, ich würde mich sehr freuen.
    Grüße
    Tanja

  3. Carla Lutz sagte:

    Hallo Tina, der Kuchen sieht so lecker aus und schmeckt bombastisch. Ich habe aber kleines Problem beim Backen. Ich habe mir das Rezept passend für meine Kastenform hochgerechnet. Backt alles super, aber obwohl der Kuchen durchgebacken ist, fällt er mir jedes Mal hinterher in der Mitte richtig tief ein. Ich habe schon viele Tricks versucht, z.B. das „Topping“ erst kurz vor dem Backende drauf zu tun – hilft alles nichts. Hast du eine Idee, woran das liegen könnte.
    Vielen Dank für deine Hilfe
    Carla

    • Tina sagte:

      Hallo Carla, puuuuuhhhhh, da fragst du was? Vielleicht ist der Anteil halbierte Haselnüsse zu hoch und die Johannisbeeren sind wahrscheinlich gefroren, oder??. Das könnte ich mir als „zu schwer“ vorstellen? LG Tina

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