Italienischer Klassiker - Strangolapreti

Papi Tausendschön kann also auch anders. 

Nach dem er uns bei seinen letzten beiden tollen Rezepten in die orientalisch-asiatische Küche mitgenommen hat, hat Papi Tausendschön dieses mal einen Klassiker aus dem Trentino – Südtirol aufgelegt. Da ein guter Badener sein nicht gegessenes Weißbrot nicht einfach so entsorgt, sondern wie selbstverständlich sammelt, um dann tolle und leckere Knödel daraus zu machen (die weltbesten Semmelknödel, aber das ist eine andere Geschichte) oder eben, so wie heute, daraus etwas super leckeres Traditionelles zu zaubern. 

Oder wie es Herr Tausendschön beim Probieren so treffend formulierte:“ Ich bin verliebt…“. Es handelt sich um die herrlichen

Strangolapreti

Diese tollen, aus Weißbrot und Spinat bestehenden Knödel werden auch etwas despektierlich „Priester- oder Pfaffenwürger“ genannt. Woher dieser Begriff genau kommt ist nicht mehr zu bestimmen. Sicherlich hängt dies aber mir dem Trienter Konzil von 1545 zusammen. Die Würdenträger dort sollen die Strangolapreti gerade zu verschlungen haben.

Meiner Erkenntnis nach machen diese, ganz einfach mit Salbeibutter veredelten, Knödel schon ganz schön satt, aber dass sie einem den Hals zuschnüren, konnte ich zumindest nicht bei Herrn Tausendschön feststellen. Der hat zahllose gegessen und fragte dann immer noch nach einem Nachtisch. Aber zu dem kommen wir dann nächste Woche!

Strangolapreti

Zutaten

  • 500 g frischen Blattspinat
  • 250 g Weißbrot vom Vortag
  • 2 Eier
  • 100 g Ricotta
  • 50 g Parmesan, gerieben
  • Butter, Salbeiblätter + nach Belieben Mandel oder Haselnusskerne
  • Salz & Pfeffer

Anleitungen

  • Den Spinat waschen und die groben Stiele entfernen. In kochendem Wasser kurz blanchieren, in ein Sieb abgießen und mit eiskaltem Wasser abschrecken. Gut abtropfen lassen.
  • Den Spinat sorgfältig ausdrücken und sehr fein hacken. Das Weißbrot in kleine Stücke schneiden (ca. 1-2cm)und zusammen mit dem Spinat in einen Mixer geben und kurz vermischen. In eine Schüssel umfüllen.
  • Ricotta, Eier und Parmesan zugeben und gut verkneten. Mit Salz und Pfeffer und evtl Muskatnuss abschmecken.
  • Mit feuchten Händen aus der Masse kleine Knödel formen und in einem großen Topf mit siedendem Salzwasser garen. Fertig sind sie, wenn sie an der Oberfläche schwimmen.
  • Herausnehmen etwas abtropfen lassen und in einer Pfanne mit Butter und Salbei kurz schwenken und mit Parmesan bestreut servieren.

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