Gluecksschwein Cracker

Der ein oder andere mag es bemerkt haben. Es geht mit Riesenschritten in Richtung Jahreswechsel. Weihnachten ist fast schon abgehakt – die Jugend steht in den Silvester Party Startblöcken, die älteren Semester (also wir) überlegen uns krampfhaft, wie wir es dieses Jahr bewerkstelligen, den Jahreswechsel an sich mitzubekommen.

Genau – richtig gehört! Wir schaffen es nun schon seit Jahren Silvester regelrecht zu verschlafen. Da wir unseren Mitbewohner Herrn Kater Tausendschön an Silvester ungern alleine lassen wollen, haben wir uns die letzten Jahre unser eigenes „Zuhause in Jogginghose Silvester“ – Ritual gebastelt. Nachmittags wird irgendein sinnloser, schnulziger Hollywood Schmachtfetzen geguckt, danach wandere ich in die Küche und fange an die diversen Zutaten fürs Raclette zu schnippeln, in Schüsselchen zu füllen, mit Herrn Tausendschön zu diskutieren, dass Raclette eigentlich aus mehr Käse und weniger Fleisch oben auf der Grillplatte besteht, das ein oder andere Schlückchen beim Schnippeln zu mir zu nehmen um dann so gegen 19.30 Herrn Tausendschön in die Untiefen der Abstellkammer zu schicken um sowohl Verlängerungskabel und Raclettegrill ausfindig zu machen. Tisch decken, Raclette aufbauen, das Weinglas immer zu nah an den Raclettegrill stellen (warmer Rotwein hilft ungemein beim späteren Versuch wachzubleiben), die ersten Pfännchen füllen. Dies geht dann nahtlos über in „mit hochrotem Kopf“ weil Raclettegrills und Rotwein (s.o) irgendwie doch etwas warm machen am Tisch sitzen, die Terrassentür aufreissen, Kater Tausendschön von der Flucht abhalten, den Tisch abräumen, das Glas plus der Flasche mit auf die Couch nehmen, wieder irgendeinen Hollywood Fetzen zu gucken (bevorzugt „Yippieyeih Schweinebacke“), dann um ca. 22.30 merken, dass einem schon langsam die Augen zufallen. Entweder auf der Couch einschlafen oder mit dem Vorsatz „Schatz, lass uns dieses Mal den Wecker stellen, damit wir es nicht verpassen“ ins Bett gehen und dann den Wecker, die Knallerei und das Gebrülle des jungen Partyvolks nebenan zu überhören. Um 2.30 Aufwachen, weil der Kater dann doch mal rausmuss und dies auch lautstark mitteilt und man irgendwie…. wieder wach ist. Also werden dann bis ca. 4.30 irgendwelche Konzertmitschnitte auf Arte geguckt, diskutiert, warum Rammstein dann eben doch nicht unsere Musik ist und Elton John irgendwie auch nicht jünger wird.

Unser Silvester – nicht aufregend, nicht hipsterig, nicht mit Gewalt auf Party machen – für uns, unser gelungener Abschied vom letzten Jahr und…. ganz bestimmt werden wir es nächstes Jahr wieder so machen.

Für alle anderen, die vielleicht mit Freunden, Kollegen, Kumpels, Familie zusammensitzen und eine Grundlage für das nächtliche „Abhotten“ (um Himmels Willen, sagt man das überhaupt noch) suchen, für die haben wir heute was zum Knabbern. So zwischen Gin, Sekt, Raclette, Fondue muss man ja auch was im Magen haben.

Vollkorn Manchego Cracker

Zutaten

  • 220 g Vollkorn Weizenmehl
  • 175 g kalte Butterwürfel
  • 2 TL gehackten Thymian
  • 2 EL eiskaltes Wasser
  • 1/2 TL Salz
  • 50 g frisch geriebenen Manchego Käse alter. Parmesan oder Pecorino
  • 1 Eigelb
  • 1 EL grobes Meersalz

Anleitungen

  • Alle Zutaten bis auf das Eigelb und das grobe Meersalz rasch zu einem glatten Teig verkneten. In Klarsichtfolie packen und für mind. 1h im Kühlschrank kühlen.
  • Die Arbeitsfläche mehlen und den Backofen auf 220C (ober/Unterhitze) vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
  • Nun den Teig auf der Arbeitsfläche ca. 0,5-1cm dick ausrollen und entweder mit Ausstechformen ausstechen oder in gleichmäßige Rauten schneiden.
  • Cracker auf die Backbleche legen und mit dem verquirlten Eigelb bestreichen, etwas Thymian und Meersalz darauf streuen.
  • Im vorgeheizten Ofen nacheinander ca. 10-15 Minuten goldbraun backen.

xxxxxx

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.