Der Kaspar, der war kerngesund,
Ein dicker Bub und kugelrund,
Er hatte Backen rot und frisch;
Die Suppe aß er hübsch bei Tisch.
Doch einmal fing er an zu schrei’n:
„Ich esse keine Suppe! Nein!
Ich esse meine Suppe nicht!
Nein, meine Suppe ess’ ich nicht!“

Am nächsten Tag, — ja sieh nur her!
Da war er schon viel magerer.
Da fing er wieder an zu schrei’n:
„Ich esse keine Suppe! Nein!
Ich esse meine Suppe nicht!
Nein, meine Suppe ess’ ich nicht!“

Am dritten Tag, o weh und ach!
Wie ist der Kaspar dünn und schwach!
Doch als die Suppe kam herein,
Gleich fing er wieder an zu schrei’n:
„Ich esse keine Suppe! Nein!
Ich esse meine Suppe nicht!
Nein, meine Suppe ess’ ich nicht!“

Am vierten Tage endlich gar
Der Kaspar wie ein Fädchen war.
Er wog vielleicht ein halbes Lot —
Und war am fünften Tage tot.

Ich möchte natürlich nicht, dass euch das selbe Schicksal wie dem lieben Suppenkasper widerfährt.. wahrscheinlich war seine Suppe auch einfach ungenießbar, nicht lecker oder einfach nicht nicht schmackofatzig genug. 
Ich halte dagegen und starte hiermit eine „Suppenkampagne“ – geröstete Karotten, jede Menge Gewürze, n’büschen Honig und mein neues Wundergewürz… SUMACH!
Zutaten:
4-5 Karotten ( ich habe Urkarotten, also die roten genommen, daher die etwas ungewöhnliche Farbe)
1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 TL Kumin
1 TL Zimt
etwas geriebene Muskatnuss
2 TL Honig
2 TL Olivenöl
750 ml Gemüsebrühe
1 TL Zitronensaft
etwas Crème Fraiche
Sumach
glatte Petersilie
Zubereitung:
Ofen auf 175 C Umluft vorheizen. Die Karotten schälen und einmal längs teilen. Die Zwiebel ebenfalls schälen und vierteln. Eine Auflaufform oder die Fettpfanne des Backofens mit dem Olivenöl bestreichen und die Karotten, die Zwiebeln und die ungeschälten Knoblauchzehen hineinlegen und im Ofen ca. 20 Minuten – die Karotten sollten weich sein – rösten.
Herausnehmen und die Karotten und die Zwiebeln in einen Mixer geben. Die Knoblauchzehen sind nun auch so weich, dass ihr den Kern ganz einfach aus der Schale drücken könnt. Diesen ebenfalls in den Mixer geben. Alles mit der Gemüsebrühe und dem Honig aufgiessen und einmal gut durchmixen. Ich habe mich für die rustikale Variante entschieden, also alles noch etwas stückig und nicht zu glatt püriert. Wer dies nicht mag, kann gerne auch noch etwas Sahne dazugeben und die Suppe fein mixen. Alles zusammen in einen Topf geben, mit dem Zitronensaft und Salz und Pfeffer abschmecken. Ich habe Kumin, Zimt und Muskatnuss in einer Pfanne etwas angeröstet und ebenfalls dazugeben. Wem das zu aufwendig ist, der haut die Gewürze einfach so in die Suppe. Einen Klacks Crème Fraiche darauf geben und mit Sumach ( eine säuerliche arabische Gewürzmischung) bestreuen.

6 Kommentare
  1. Krisi sagte:

    Die Suppe sieht so lecker aus. Ich esse momentan auch fast täglich Suppe, allerdings mache ich mir nie die Mühe das Gemüse davor zu rösten. Nun habe ich aber so viele Rezepte gesehen, die das machen, ich muss es jetzt auch probieren!
    Sumach kenne ich bisher noch nicht. Weisst du was in der Gewürzmischung ist?
    Liebe Grüsse,
    Krisi

  2. Sarah sagte:

    Liebste Tina,
    Deine Suppe klingt ja kööööstlich (von den Bildern ganz zu schweigen). Ich liebe ja eh alles was "roasted" beinhaltet. Das Gemüse vorher in den Ofen zu legen, sorgt einfach immer wieder für einen unschlagbaren Geschmack. :)

    Liebe Grüße
    Sarah

  3. Tonkabohne Sabine sagte:

    Liebe Tina,
    Ich bin ganz begeistert von Deinem Suppenrezept :-)
    Die Zubereitung finde ich klasse…
    Und mal wieder was gelernt, Sumach kannte ich noch nicht!
    Deine Fotos wie immer genial, so schön anzuschauen.
    Herzliche Grüße,
    Sabine

  4. designbygutschi sagte:

    Oh … was habe ich mich gefreut …
    Herzlichen Dank für die lieben Grüße Laura hat sie mir ausgerichtet.

    Freue mich schon auf die nächsten Tage hier im Zullertal.

    Deine Fotos sehen wieder wunderbar appetitlich aus.

    Herzliche Grüße
    Jutta

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