Während ich diesen Post schreibe, überlegt Herr Tausendschön den Kamin
anzufeuern… Wie jetzt? Wir haben Mitte August und wir überlegen
ernsthaft den Kamin prasseln zu lassen? Draussen nieselt es mal wieder
vor sich hin, ich kann nicht in den Garten, weil ich sonst durch eine
Sumpflandschaft waten müsste… So, habe ich das nicht bestellt! Kann
ich das Wetter wieder zurückgehen lassen. Ich würde viel lieber (ok, das
muss man jetzt nicht ganz so wörtlich nehmen) auf der Terrasse sitzen,
die Spätsommersonne genießen und mich mit den Wespen um mein Stück
Zwetschgenkuchen streiten (ja, das meinte ich, mit nicht zu ernst
nehmen) :-) Sind die Zwetschgen dieses Jahr trotz des „kältlichen“
Sommers hier im Süden nur bei uns trotzdem früher dran als sonst? Ich
meine mich erinnern zu können, dass wir früher… also damals  als der
Sommer noch war was er auf seiner Visitenkarte stehen hat…. (Arrrrrgh,
jetzt habe ich diesen Ohrwurm…. kann den mal jemand wegmachen oder
zumindest hört mit dem Summen auf) :-), Zwetschgen ein Bestandteil des
Septembers war.. aber vielleicht täusche ich mich ja auch.. oder habe
mal wieder den verklärten „früher war alles besser – Blick“ :-)
Also wenn ich jetzt schon mit der rosaroten Nostalgiebrille in das
lodernde Kaminfeuer gucke, dann gibt es aber auch den passenden
Nostalgiekuchen dazu…. einen ganz normalen, bodenständigen, leckeren,
früh ist der Spätsommer dieses Jahr dran – Zwetschgenkuchen mit Streuseln…. Ganz so, wie ihn Omi R. auch hätte servieren können…
Ich habe allerdings anstatt einer großen Tarteform mal wieder meine Lieblingsminiformen rausgekramt – die Zutaten passen also entweder für 1 große Form (28cm) oder 6 kleine Förmchen (10 – 12cm)
Zutaten:
Mandelmürbeteig
100 gr Mehl
100 gr. gemahlene Mandeln
70 gr Puderzucker
100 gr Butter
1 Ei 
Prise Salz
Streusel
5 EL geriebene Mandeln
3 EL Mehl
150 gr Butter
2 EL Mandelblättchen
100 gr  brauner Zucker
1-2 TL Zimt
500-600 gr Zwetschgen, entsteint
Puderzucker zum Bestreuen
Zubereitung
Mehl, geriebene Mandeln, Puderzucker, Salz, 1 Ei und
Butter in Stückchen zu einem glatten Teig verkneten. Und in
Frischhaltefolie ca. 30 Minuten kaltstellen. Kleine Tartelettes-Formen fetten. Den gekühlten Mürbeteig auf einer
bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Tartelettesformen damit auslegen, andrücken,
überstehende
Ränder abschneiden. Mit einer Gabel gleichmäßig Löcher in den Boden stechen.Nochmals mindestens 1 Stunde kalt stellen.
In der Zwischenzeit die Zwetschgen waschen und entsteinen. Ich habe sie zudem wegen der kleinen Förmchen halbiert.
Den Backofen auf 175 C Umluft vorheizen.
Die Tartelettesformen aus dem Kühlschrank nehmen und die Zwetschgen gleichmäßig (fächerförmig) auf den Böden verteilen.
Für die Streusel die gemahlenen Mandeln, das Mehl, Zucker und Zimt in eine Schüssel geben. Die Butter vorsichtig in der Mikrowelle schmelzen und dazugeben. Nun alles mit den Händen zu  Streuseln kneten. Ganz am Schluss noch die Mandelplättchen dazu geben und lose vermischen.
Die Streusel auf den Zwetschgen verteilen und ab damit in den Ofen. Ca. 35 Minuten backen bis sie goldbraun sind.Fertig!
Die frischgeschlagene Sahne, die irgendwie unweigerlich zu einem Zwetschgenkuchen gehört, habe ich bei den Zutaten unterschlagen – jeder gerne wie er mag :-))

22 Kommentare
    • admin sagte:

      Liebe Sabine,
      Ich läute mal ganz leise… Denn eigentlich kann ich noch Sommer vertragen ;-))
      Liebe Grüße
      Tina

  1. dieZuckerbäckerin sagte:

    Hallo Tina,
    die Tartelettes sehen super LECKER aus…genau nach meinem Geschmack:-)
    und die Fotos sind wie immer ein Träumchen!
    bei uns ist es auch schon sehr herbstlich und ich habe auch schon die ersten Äpfel geerntet.
    ich wünsche Euch einen schönen Sonntag und macht es Euch gemütlich:-)
    Liebe Grüße,
    Eva-Maria

  2. Kate-Alison sagte:

    Huhu Tina! :)
    Bei mir sieht es mit dem Wetter nicht anders aus. Ich kanns gar nicht glauben, dass es jetzt schon Herbst werden soll.
    Dein Zwetschgen Kuchen sieht super aus! Ich liebe Zwetschgenkuchen. Am meisten den von meiner Oma. Aber man muss ja auch mal was Neues ausprobieren, also werde ich mich mal an deinem Rezept versuchen. Schmeckt sicherlich auch toll, wenn er schon so lecker aussieht! :) Danke fürs Rezept :) Liebst, Kate von Liebstes von Herzen

  3. trickytine sagte:

    meine liebe tina,

    ganz langsam müssen wir dem sommer 2014 anscheinend lebewohl sagen. aber ohne spätsommer keine herrlichen holunderbeeren, kürbisse oder zwetschgen….und wenn die zwetschgen so wunderbar daherkommen wie bei dir, dann sag ich dem sommer gerne tschüss!

    ganz warme und sonnige grüße!
    deine trickytine ;)

    • admin sagte:

      Meine liebe Tine,
      Schickst du ein bisschen warm hier rüber??? Und dann gehen wir auf Holunderjagd;-))
      Liebe Grüße
      Tina

  4. Hope Fray sagte:

    Egal ob Herbst oder Sommer, die Zwetschgen Tartlets sehen köstlich aus!
    Deine Fotos sind wirklich stimmungsvoll geworden, richtig gemütlich. :)
    xo hope

  5. Kimi Mini sagte:

    Oh, was für wundervolle Fotos, liebe Tina!
    In Hamburg war es gestern so richtig schmuddelig und die Temperaturen sind sehr herbstlich (brrrrrr). Hätten wir einen Karmin, würden wir den wahrscheinlich auch anschmeißen :-D
    Liebste Grüße,
    Kimi

  6. lenasfoodforfriends sagte:

    Liebe Tina,

    die Zwetschgen-Tartelettes sehen himmlisch aus, eine gute Idee für meine Restzwetschgen die ich noch habe. Dieses Jahr hängen die Bäume hier bei uns richtig voll.

    Liebe Grüße,
    Lena

  7. Sina sagte:

    Liebe Tina! Danke für dieses tolle Rezept! Die Tartelettes werde ich zur Geburtstagsfeier meines Mannes backen und freue mich schon riesig drauf! Jetzt fehlt nur noch ein Geschenk. Hast du vielleicht ein paar Ideen? Was schenkst du deinem Mann so zum Geburtstag? Würde ihm gerne ein Uhr schenken, so etwas wie die hier von http://www.premiumwatches.com. Meinst du es gibt günstige Alternativen, die trotzdem noch edel aussehen?

    Liebe Grüße von Sina

  8. Vanessa sagte:

    Liebe Tina,
    Ich bin leider mit dem Rezept völlig abgefahren. Der Teig war für einen Mürbteig viel zu flüssig, fast ein Rührteig. Auch die Streusel waren viel zu flüssig. Ich habe ziemlich viel Mehl nachgeschüttet und dann schmeckten sie auch etwas mehlig.
    Ich geb nicht auf und probier’s einfach noch mal.
    Liebe Grüße
    Vanessa

    • Tina sagte:

      Liebe Vanessa,

      das tut mir leid – es ist mein Standard Mürbeteig und eigentlich ist er bei mir immer absolut in Ordnung – ich guck nochmal, vielleicht habe ich was falsch im Rezept geschrieben :-(
      Eigentlich kenne ich die Zutaten auswendig!

      LG Tina

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