Kein Standard.. also ich meine damit nicht nur die etwas andere Art der Zubereitung sondern auch die Qualität der heutigen Bilder. Ich bin garnicht wirklich zufrieden damit. Aber… ich wollte sie euch dennoch nicht vorenthalten, gerade oder nur deswegen, weil ich dieses Rezept soooo genial fand und es wirklich megalecker war. Denn wer wie ich, die bis zu ihrem 35sten Lebensjahr ungefähr soviel mit Grünkohl am Hut hatte, wie ein Schwabe mit Grünkohl eben zu tun haben kann, so in dieses leckere, grüne Kohlgemüse verknallert ist, der muss da jetzt durch :-)

Grünkohl… also DEN Grünkohl habe ich in meiner Hamburger Zeit kennengelernt. In der Kantine meines damaligen Arbeitgebers, bei dem übrigens noch jeden Tag frisch gekocht wurde, stand eines Tages Grünkohl auf einer der Tafeln. Hmmmmmm, mag ich das??? Hmmmmm, was ist das überhaupt?? Fragen über Fragen. Meine netten norddeutschen Kollegen überredeten mich unter Beteuerungen,dass man DEN Grünkohl im Norden einfach mal probieren MUSS, mir doch eine Portion zu bestellen. Klar war es die klassische Zubereitung, mit einer Kohlwurst, einer Scheibe Kassler und süßen kleinen Kartoffeln.. alles mit einem Klacks Senf versehen und ab an den Tisch. Ich stocherte ein bißchen in der seit Stunden eingekochten grünlichen Pampe, eher lustlos und etwas ähhhhm ja „angewidert“ und …. es schmeckte… es schmeckte sooo gut, dass ich knapp davor war Nachschlag zu ordern (den man selbstverständlich in unserer Kantine bekommen konnte). Seit diesem Tag liebe ich ihn. Habe ihn oft zuhause gekocht, hatte die Schwiegermutter genötigt ihn zu kochen, wenn wir in Kiel waren und sogar hier im sonnigen Süden habe ich schon den einen oder anderen „grünkohlisiert“
Mir war lange nicht klar, dass man aus Grünkohl auch ganz andere Dinge machen kann.. Grünkohlpesto, Grünkohlsalat, Grünkohlsuppe… etcpp… Ich habe mich dazu entschieden ihn möglichst originalgetreu, also mit den ursprünglichen Aromen neu aufzulegen. Kartoffelig, rauchig und deftig.

Zutaten (für 2 Personen)
500 g Kartoffeln (am besten mehligkochende)
150 g Mehl
1 Ei
1 handvoll Grünkohl 
etwas Muskat
Salz & Pfeffer
Speck
Parmesan 
Olivenöl

Zubereitung:
Kartoffeln in Salzwasser kochen. Wenn sie weich sind, herausnehmen und
so schnell wie möglich (also noch heiss bzw. warm) schälen und zurück in
den warmen Topf geben, der auf der ausgeschalteten Herdplatte steht.
Dies bewirkt, dass sie vollständig ausdampfen und sie anschließend
leichter bzw. ohne Mehlmassen weiterverarbeitet werden können.
Kartoffeln in dem Topf etwas auskühlen lassen. In der Zwischenzeit den Grünkohl waschen und den harten Strunk entfernen. In etwas Salzwasser kurz blanchieren und in ein Sieb geben. Der Grünkohl sollte wie die Kartoffeln auch möglichst trocken weiterverwendet werden. Also habe ich ihn anschliessend in einer Kartoffelpresse ausgedrückt um das überschüssige Wasser zu entfernen. Anschliessend die Grünkohlblätter in einem Mixer zusammen mit einem Hauch von Olivenöl pürieren bzw. ganz klein hacken.
Nun die Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse drücken und mit dem Mehl
und dem Ei, sowie etwas Muskat und Salz und dem Grünkohlklein zu einem glatten Teig verkneten.
Aus diesem Teig jeweils ca. handgroße Ballen abstechen und zu einem
langen, gleichmäßigen Strang ausrollen. Diesen in gleichgroße ca. halbe
Daumengroße Stücke schneiden und
über deine Gabel rollen, damit das typische Rillenmuster entsteht.Ich habe meine über ein Kuchengitter gerollt.
Nun Wasser zum Kochen bringen, salzen und die Gnocchi portionsweise
(nicht alle auf einmal) hineingeben. Sobald sie an der Oberfläche
erscheinen, können sie abgeschöpft werden. Auf einem Blech mit
Backpapier auslegen. Ich mag Gnocchi sehr gerne angebraten, genauso gut
kann man sie aber auch „nur“ gekocht essen.
In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und den Speck darin ausbraten. Die Gnocchi dann darin schwenken und servieren. Noch etwas Parmesan darüber… Fertig!

Also nochmals… Sorry für die nicht allzuguten Fotos… das nächste Mal wird es hier wieder… SCHARF und perfekt weißabgeglichen :-)

10 Kommentare
  1. Tanja Foodistas sagte:

    Liebe Tina,
    schön dass auch du vom DEM Grünkohl begeistern worden bist ;-)
    Bei uns hier oben im Norden ist dieser in der Saison einfach fester Bestandteil, aber umso schöner zu sehen dass Grünkohl auch anders zubereitet werden kann. Wir haben uns diesem Thema auch gewidmet, denn wir finden auch dass DER Grünkohl auf keinen Fall fehlen darf.
    Dein Gericht sieht einfach super lecker aus, und auch wenn du vielleicht nicht zu 100% zufrieden mit deinem Bildern bist, wir sind es. Sie lassen einem nämlich auf jeden Fall das Wasser im Munde zusammenlaufen. Toll! Wir freuen uns weiterhin auf viele tolle Rezepte und Bilder von dir!

  2. fantas-tisch sagte:

    Uiuiui… sehen die lecker aus,
    liebe Tina!
    Das werde ich auf jeden Fall
    ausprobieren.
    Die Bilder finde ich übrigens
    sehr schön… ;)

    Liebe Grüße,
    Anke

  3. Krisi sagte:

    Oh wie lecker, eine feine Kombination. Übrigens wäre mir das mit den Bildern gar nicht aufgefallen, hättest du nicht drauf hingewiesen;)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

  4. Tonkabohne Sabine sagte:

    Liebe Tina,
    Deine Bilder sind wunderschön und das Gericht ist sowas von genial.
    Sieht das köstlich aus :-)
    Tolle Idee den Grünkohl so zu verarbeiten…
    Herzliche Grüße,
    Sabine

  5. Kitchen And The City sagte:

    Tina, hello my dear!
    I just want to thank you so so much for adding my blog into your favourite ones! It means a lot to me.

    Have a wonderful day,
    Kisses, Petra

    – kitchenandthecity.cz

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