Kennen die „älteren“ unter Euch sie noch? Diese Apfeltaschen, die es früher einmal in dem Restaurant mit dem goldenen „M“ gab?? Eingepackt in so eine rote, flache Papierschachtel? Und obwohl bekanntlicherweise Frittiertes ja nicht so prickelnd gesund ist – ich habe sie geliebt! Natürlich wohlwissend, dass sie  – wie fast alles vom „M“  – kein healty food sind.
Klar, esse ich auch heute noch Pommes und auch mal einen Burger, meist nicht von dort, aber generell mache ich zuhause eigentlich seltenst etwas in literweise Öl Ausgebackenes.. Zumindest bisher noch nicht!
Aber dieses Mal musste ich es einfach tun… Einfach so… und ohne jeglichen Gewissensbisse, denn schließlich sind ja auch gesunde Äpfelchen in diesen runden Sünden und Zucker und Zimt ist ja eh das reinste Soulfood!
Aprops Soulfood…Herr Tausendschön würde jetzt sagen, das ist ein „Essen für die Seele“  – seine Interpretation von Soulfood ist nämlich die folgende… wenn es ihm mal nicht so gut geht, sei es eine Erkältung ist im Anmarsch, er ist genervt von was und wem auch immer, sein Fussballclub hat mal wieder verloren etc… dann wird der „Dackelblick“ aufgesetzt mit der „dahingehauchten“ Frage „Was gibt es heute zu essen für die Seele??“ Meistens ist dann, zumindest nach seiner Definition völlig egal ob ungesund, kalorienreich oder gar abwechslungsreich…. Hauptsache, es tut ihm gut. Achso.. meistens geht es ihm ganz schnell wieder besser, wenn ich das Wort „Fleischküchle“ in den Mund nehme oder Lasagne oder so… aber bei diesen frittierten Apple Pies dürfte die Genesung auch sehr schnell vorangehen :-)
Gefunden habe ich das Rezept bei der wundervollen Blog „Halfbakedharvest“ von Tieghan, die mich beim Anblick ihres Instagramaccounts regelmäßig in eine Art „Dauersabbern“ verfallen lässt. Allerdings habe ich im Gegensatz zu ihr keinen fertigen Pie – Teig genommen ( ganz einfach, weil es diesen hier in Deutschland wohl nicht gibt) sondern einen selbst gemacht.
Zutaten:
280 g Mehl
1 TL Backpulver
1/2 TL Salz
120 g sehr kalte Butterwürfel
10 TL eisgekühlten Apfelsaft
4 säuerliche Äpfel, bei mir waren es Elstar
4 TL Butter
120 g braunen Zucker
1/2 TL Zimt
1 TL Calcados
1TL Apfelessig
1 TL Vanillearoma
ca. 3/4 l Pflanzenöl zum Frittieren
Zucker und Zimt zum darin Wälzen
Zubereitung:
Mehl, Backpulver und Salz vermischen. Dann in der Küchenmaschine mit dem Knethaken die Butterwürfel zugeben und solange mixen bis die Butterwürfel ca. auf  Erbsengröße verkleinert wurden. Anschliessend zuerst einmal ca. 5 TL Apfelsaft dazugeben und verkneten lassen. Wenn es leicht feucht klebrig ist, ist es gut, wenn nicht je nach Bedarf nochmals Apfelsaft dazugeben. Dann den Teig aus der Rührschüssel nehmen und auf einer bemehlten Fläche nochmals per Hand gut durchkneten bis ihr einen festen homogenen Teigball habt. Drückt diesen ein wenig flach, wickelt ihn in Frischhaltefolie und erstmal ab in den Kühlschrank für ungefähr eine Stunde.
In der Zwischenzeit könnt ihr Euch der Füllung widmen.
Die Äpfel schälen und in kleine Würfel schneiden. In einer Pfanne die Butter erhitzen und die Äpfel und den braunen Zucker dazugeben. Alles solange köcheln lassen, bis die Äpfel weich sind und sich ein goldbrauner Karamell gebildet hat.Dann den Zimt, das Vanillearoma, den Calvados und den Essig dazugeben und nochmals ca. 1-2 Minuten köcheln lassen. Pfanne vom Herd nehmen und die Füllung abkühlen lassen.
Nun den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und ausrollen – so dünn wie möglich aber nicht allzudünn, damit die Füllung nachher nicht durchbricht.Nun mit einem Ausstecher oder einem Servierring Kreise ausstechen, auf der Hälfte der Kreise jeweils (je nach Größe des Kreises) 1-2 TL Apfelfüllung geben. Die andere Hälfte der Kreise als Deckel darüberlegen und an den Rändern etwas festdrücken. Nun mit einer Kuchengabel die Ränder nochmals fest andrücken.
Das Pflanzenöl in einer hohen Pfanne erhitzen (ihr erkennt die optimale Hitze daran, indem ihr den Stiel eines Holzkochlöffels hineinhaltet  – steigen kleine Bläschen auf, passt es) und die Pies von beiden Seiten goldbraun ausbacken. Zum Abtropfen auf ein Küchenpapier legen und in einer Zucker-Zimt Mischung wenden.
Am besten schmecken sie lauwarm!
Soooo, diese leckeren Pies schicke ich dann mal rüber zu Frau Mama Clara, denn das Motto zur „Ich back’s mir“ Küchenschlacht im September lautet „Apfelkuchen“ und ich schicke nicht nur einen sonder ganz viele :-) Liebe Clara, genug Zucker und Zimt für die unter Schlafentzug leidende Mama?? <3

23 Kommentare
  1. Tonkabohne Sabine sagte:

    Liebe Tina,
    Was für ein sündhaftes Rezept, hach sieht das lecker aus :-)
    Ich würde dann mal die ganze Schüssel ordern, hüstel…
    Wunderschöne Aufnahmen, die machen so sehr Lust auf die leckeren Teilchen.
    Herzliche Grüße,
    Sabine

  2. Liv sagte:

    "Sabbern" trifft es finde ich ziemlich genau, wenn ich mir die Küchlein hier so ansehe. Zimt, Zucker, Apfel, Fett – besser geht es doch gar nicht. Die werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren!

    Liebste Grüße,
    Liv von Liv For Sweets

  3. strawberry-colored sagte:

    Das ist ja eine mega coole Idee! Ich hab mir das Rezept sofort abgespeichert und werde ich in den nächsten Tagen gleich einmal ausprobieren. Die Zutaten sind ja recht einfach gehalten und habe ich glücklicherweise auch alle daheim!
    Vielen Dank für das Rezept!

    Liebe Grüße
    strawberry-colored

  4. Petra Hebel sagte:

    uii des klingt lecker, nachdem ich nun Apfelkuchen, Kompott usw schon gemacht hab und immer noch eine Menge Äpfel hier daheim habe ist das doch ein klasse Rezept das ich die Tage mal ausprobieren muss;)

  5. Dinchen sagte:

    Liebe Tina … wie kann es eigentlich sein, dass ich Deinen Blog noch nicht kenne????
    Schockverliebt … sooo schön ist es hier!!!!!
    Und diese Apfel-Küchlein sind der HAMMER!! Gerade gestern haben wir unseren Mini-Apfelbaum abgeerntet und ich überlege schon die ganze Zeit, was ich eigentlich mit all den vielen leckeren Äpfeln bloß machen soll.
    Klasse! Jetzt weiß ichs! :-)
    Wünsch Dir einen wunderschönen, sonnigen Sonntag!
    Das Dinchen

    • admin sagte:

      Vielen lieben Dank Dinchen… huuui, das freut mich, dass du mich gefunden hast, obwohl ich mich doch garnich soooo versteckt habe :-))

      Liebe Grüße
      Tina

  6. Sarah sagte:

    Ohhhh *dackeblickaufsetz* machst Du mir die auch mal, liebste Tina? Herr Tausendschön hat völlig recht, ich brauch in solchen Situationen auch immer Essen für die Seele. Mein Liebster eher nicht, der braucht, bei einer Niederlage seines Fußballclubs z.B., etwas zum Aufräumen. Sehr praktisch, denn so kann ich Essen für die Seele zaubern und er übernimmt den Rest. ;)
    Deine kleine Pies sehen unglaublich lecker aus, da pfeif ich auch auf die Kalorien… an sich vermeide ich frittierte Sachen aber auch lieber. :D

    Liebste Sonntagsgrüße
    Sarah

    • admin sagte:

      Meine allerliebste Sarah….. ahhhh, schon wieder dieser Dackelblick :-))) Ich glaube, ich muss meinem Herrn Tausendschön mal diese Sache mit dem Aufräumen erklären – gut wärs, denn sein Club verliert grade nur.. ach was wäre das bei uns sauber :-)))
      Vielen lieben Dank meine Liebe!!! <3

  7. Lieblingsschön sagte:

    Das sieht wirklich sooo köstlich aus! Äpfel und Zimt sind einfach ein traumhaftes Paar und so frittiert sind sie sicher eine Gaumenschmaus-Sünde!!! Liebe Grüße, Nadine

  8. Schön und Gut sagte:

    Her mit den Genusskilos! Diese Apfelküchlein wären mir definitiv jede Sünde wert. Nur habe ich nicht allzuviel erfahrung mit der Frittiererei… Hm. Aber ausprobieren werde ich sie wohl rtozdem. Der Chefdesigner neben mir möpert schon durch die Gegend, dass andere immer so tolle Sachen machen. :D
    Liebste Grüße,
    Stefanie

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