Komm ein bißchen mit nach Italien – Vermicelli alle Vongole!

*Dieser Beitrag enthält Werbung

Der geneigte Leser beame sich heute bitte gedanklich nach Italien, genauer gesagt in den südlicheren Zipfel Italiens. Genau es geht nach Kampanien, nach Gragnano. Einem mittelgroßen Städtle in der Nähe von Neapel. Und? Hat es geklappt mit dem Beamen? Super – denn, dann… Herzlichen Willkommen in der wohl berühmtesten Pasta-Stadt in Italiens oder besser gesagt DER bekanntesten Pasta Stadt der Welt. Einer Anekdote nach wurden hier sogar die Hauptstrasse so gebaut, dass Sonne und Wind wie durch einen Trichter die optimalen Bedingungen zur Pastatrocknung am Strassenrand au den Balkonen schaffen konnten. Es gibt bis heute dort sogar noch eine „Festa della Pasta“ – sozusagen der Feiertag für alle High Carb Fans :-) Und von Anfang an beteiligt an der Pasta Historie war Pasta Garofalo. Traditionell in Bronzeformen gefertigte, leckere Pasta – übrigens seit 1789 mit Genehmigung des Königs industriell gefertigt. Genau die Pasta, die ich heute für euch zubereitet habe. Apropos zubereitet – wenn wir hier schon von Tradition, Besonderheiten und langer Historie reden, dann musste sich das natürlich auch im heutigen Rezept wiederfinden. Si claro, oder?? Also gibt es heute ein sehr traditionelles neapolitanisches Pastagericht. Bodenständig, ohne Chichi, mit wenig, aber guten Zutaten. Übrigens die typische Pasta zu Weihnachten in Neapel und Umgebung. Pasta alle Vongole!

So und jetzt ist genug mit der Geschichtstunde, weg vom sonnigen, verträumten Städtchen in Italien, weg von Häfen, an denen man Vongole also Venusmuscheln wahrscheinlich immer und überall bekommt, hin zu einem kleinen, verträumten Kaff in Baden-Württemberg, in dem Vongole, also Venusmuscheln, sowas wie Meister Yoda oder der heilige Gral sein müssen. Nirgends, aber auch nirgends tauchten sie auf, diese Muscheln…. aber ganz ehrlich, ihr glaubt ja wohl nicht, dass Frau Tausendschön jetzt die Meeresfruchtflinte ins Korn wirft. Voilà – hier sind sie.. frisch aus dem Eis auf die heutige Kochbühne. Ich hoffe, ihr nehmt jetzt alle Platz an der langen Tafel und esst mit uns, typisch, traditionell neapolitanisch, mit viel Palaver und Gelächter. Auf uns, auf die Pasta und auf das Leben! Salut!

Vermicelli alle Vongole

Vermicelli alle Vongole

Zubereitung

  1. Stellt sicher, dass die Muscheln keinen Sand mehr enthalten, indem ihr sie vor der Zubereitung mindestens zwei Stunden lang in Wasser einweicht und gründlich wascht .Dann den Knoblauch sehr fein hacken.
  2. Gebt reichlich Olivenöl in eine Pfanne und lasst den Knoblauch vorsichtig anbraten, bis er goldfarben ist. Aufpassen, dass er nicht verbrennt! Gebt dann die kleingehackte Chilischote dazu.
  3. Lasst die Muscheln abtropfen und gebt sie bei hoher Hitze direkt zu dem Fond aus Knoblauch und Olivenöl. Unbedingt abwarten, bis sich alle vollständig geöffnet haben. Die Muscheln geben während des Kochens Wasser ab, wenn es zu viel für die vorgesehene Menge an Nudeln ist, nehmt die Muscheln aus der Pfanne und lasst den Sud bei hoher Flamme einkochen, ansonsten stellt die Flamme aus.
  4. Pasta „al dente“ kochen, abtropfen lassen und etwas Kochwasser in ein Gefäß umfüllen und zur Seite stellen. Schaltet den Herd wieder ein und wälzt die Vermicelli in dem Muschelsud, wenn nötig, gebt von dem dickflüssigeren Nudelwasser etwas dazu, um die Konsistenz anzupassen. Schaltet den Herd aus, gebt die gehackte Petersilie über den Inhalt der Pfanne und rührt vor dem Servieren noch einmal um.

Notizen

*Vielen Dank an Pasta Garofalo für die tolle Kooperation. Ihr habt uns, die kohlenhydratliebende Familie Tausendschön sehr glücklich gemacht!

Print Friendly, PDF & Email

Tina

  • Unser kleiner Mikrokosmos

    Hallo Tina,
    ach hätte ich deinen Blog heute morgen mal besser nicht angesehen… jetzt habe ich Heißhunger. Ich liebe Spaghetti Vongole über alles. Wenn ich in ein italienisches Restaurant gehe, sehe ich als erste die Pasta Karte durch und wenn es Vongole gibt, gucke ich gar nicht mehr weiter. Total lecker. Jetzt werde ich sie auch mal selber ausprobieren.
    Liebe Grüße
    Silke

    23/10/2017 at 9:28 Antworten

Schreib einen Kommentar